PAUL ist mehr als nur Software! In 10 Punkten zum PAUL-Hintergrundwissen.

Die meinPAUL-Lösungsplattform besteht aus verschiedenen Soft- und Hardwarekomponenten. Abhängig vom gewünschten Einsatzgebiet werden diese Komponenten aufeinander abgestimmt und als Komplettsystem in der Wohnung installiert. Im Nachfolgenden erfahren Sie, was aus technischer Sicht in einer PAUL-Wohnung installiert werden kann.

 

1. Software

Die PAUL-Software ist mit ihrer übersichtlichen Oberfläche das Herzstück des Systems. Neben eigenen Modulen haben wir die wichtigsten Funktionen eines Windows-PCs in die Oberfläche integriert, ggf. erweitert und auf das geschlossene Bedienkonzept angepasst. Somit müssen für die Bedienung keine Programme geschlossen und geöffnet werden. Ziel des Bedienkonzeptes ist es, mit möglichst wenigen Bildschirmberührungen zurechtzukommen.

Abhängig von der PC-Erfahrung kann dem Nutzer die passende Bedienoberfläche bereitgestellt werden. Entweder das modere "Material-Design" oder das mit Senioren entwickelte "Retro-Design".

 

2. Tablet / Touchdisplay

Das Tablet ist Bestandteil des PAUL-Systems und das Anzeigegerät für die PAUL-Oberfläche. Wir machen alle unsere Qualitätstests auf den im Lieferumfang enthaltenen Geräten. Eine Nutzung auf anderen Windows-PCs oder Tablets ist nicht vorgesehen. Wir haben derzeit zwei Tablets im Lieferumfang - ein tragbares und ein mit Dauerstrom betriebenes.

Das tragbare Tablet bietet die Möglichkeit eine Dockingstation zu verwenden. Dadurch wird das Aufladen vereinfacht und das Tablet hat einen festen Platz in der Wohnung.

Das große Touchdisplay wird mit Dauerstrom betrieben. Hierdurch kann das Laden nicht vergessen werden. Weiterer Vorteil ist die Größe des Displays, was die Bedienung vereinfachen kann. Beide Geräte können auch synchron in der Wohnung genutzt werden.

 

3. Bewegungsmelder und Türkontakt

Damit PAUL feststellen kann ob in der Wohnung Bewegung stattfindet oder der Bewohner die Wohnung verlassen hat, wird in jedem Raum (mindestens) ein Bewegungsmelder installiert. In Kombination mit dem Türkontakt liefert PAUL die Daten für unsere sogenannten "Erkennersysteme". Bei PAUL verzichten wir ganz gezielt auf den Einsatz von Kameras innerhalb der Wohnung, da die Akzeptanz dieser sehr gering ist.

 

4. Aktoren, Taster, Fensterkontakte

Um das Licht oder den Rollladen über die PAUL-Oberfläche schalten zu können, müssen die elektrischen Komponenten in der Wohnung angepasst werden. Die herkömmlichen Schalter werden durch eine Kombination aus Funkempfänger und Funktaster ersetzt. Durch die Umrüstung ist es möglich zusätzliche Schalter in der Wohnung zu installieren, ohne dafür Kabel verlegen zu müssen. Außerdem können die neuen Schalter mit der PAUL-Oberfläche gesteuert werden. Die Funktaster sind wartungsfrei und laufen ohne Batterie.

Um den Zustand eines Fensters zu überwachen, werden funkbasierte Fensterkontakte angebracht. Sie sind batteriebetrieben und liefern die Information ob ein Fenster geöffnet oder geschlossen ist. Dieser Zustand wird auf der PAUL-Oberläche angezeigt.

 

5. Miniserver

Der Miniserver ist ein auf Dauerbetrieb ausgelegter, lüfterloser Mini-PC und verbindet die Komponenten der Gebäudesteuerung mit der PAUL-Oberfläche. Der Miniserver übernimmt die Auswertung der Aktivitäten in der Wohnung. Jede Wohnung hat ihren eigenen Miniserver, sodass keine personenbezogenen Daten die Wohnung zur Auswertung verlassen. Stellen die sogenannten "Erkennersysteme" eine Situation der Hilflosigkeit fest, gibt der Miniserver das Signal weiter an ein Hausnotrufgerät oder eine Schwesternrufanlage.

Sind in der Wohnung Schaltaktoren zum Steuern von Licht oder des Rollladens vorgesehen (Produktvariante PAUL), ermöglicht der Miniserver das Schalten dieser über die PAUL-Oberfläche. Er "übersetzt" praktisch die Signale des Displays in die Sprache der Gebäudeautomation.

Der Miniserver dient zusätzlich als redundanter Speicher von Einstellungen der PAUL-Oberfläche und Benutzerdaten. Im Falle eines Ausfalls und Austausch des Tablets, können diese Backupdaten verwendet werden um einen problemlosen Austausch zu ermöglichen.

 

6. Haustürkamera

Um mehr Sicherheit in das Wohnumfeld zu bringen, kann das PAUL-System um eine Haustürkamera ergänzt werden. Sobald jemand an der Haustür klingelt, erscheint das Klingelbild auf der PAUL-Oberfläche. Je nach Ausstattung der vorhandenen Gegensprechanlage kann die Haustür direkt über die PAUL-Oberfläche geöffnet werden. Ein Klingelbildarchiv informiert über Besuch bei Abwesenheit. Ein Gegensprechen direkt über die PAUL-Oberfläche ist derzeit aufgrund mangelnder Sprachqualität nicht möglich. Durch den Einbau einer Haustürkamera entstehen weitere Kosten.

 

7. Hausnotrufgerät

PAUL ist eine Ergänzung zum herkömmlichen Hausnotrufgerät und kein Ersatz für dieses!

Erkennt das PAUL-System eine Situation der Hilflosigkeit, ist es in der Lage dieses Signal weiterzugeben. Da eine Hausnotrufzentrale 24/7 besetzt ist, empfehlen wir von CIBEK den Hilferuf auf das Hausnotrufgerät zu schalten. Alternativ kann das Signal auf eine Lichtrufanlage geschaltet werden.Von der Weitergabe des Signals auf normale Telefonnummern von Familienangehörigen raten wir ausdrücklich ab.

Wir empfehlen den Einsatz eines digitalen Hausnotrufgerätes da zusätzliche Informationen übermittelt werden können. So kann beispielsweise übermittelt werden, ob der Hilferuf automatisch oder händisch ausgelöst wurde oder in welchem Raum sich der PAUL-Nutzer aufhält.

 

8. Voraussetzungen

Internetanschluss. Für die Nutzung von Internetanwendungen (wie Internet, Videotelefonie, Nachrichten, E-Mail, ...) sowie für Update und Wartung wird eine Internetverbindung mit zugehörigem Internetanschluss vorausgesetzt. Dieser ist im Leistungsumfang des PAUL-Systems nicht enthalten. Hierdurch entstehen durch den entsprechenden Anbieter weitere Kosten. Wir empfehlen eine Internetgeschwindigkeit von mindestens 4 Mbit/s.

Hausnotrufgerät. Für die Notrufübermittlung wird ein Notrufgerät von einem Rettungsdienst benötigt. Dieses ist im Leistungsumfang des PAUL-Systems nicht enthalten. Hierdurch entstehen durch den entsprechenden Anbieter weitere Kosten.

 

9. Übertragungsarten Gebäudeautomation

Es gibt zwei Möglichkeiten die Komponenten der Gebäudeautomation zu integrieren - entweder per Funk oder kabelgebunden. Bei den Funksystemen verwenden wir den EnOcean-Standard. Sollte kein Funk gewünscht sein, kann ein Bus-System (KNX) verwendet werden. Beide Systeme können auch synchron eingesetzt werden.

 

10. Weitere Schnittstellen zu anderen Systemen

Durch unseren Miniserver haben wir die Möglichkeit auch andere Systeme anzubinden. Dazu benötigen wir das entsprechende Protokoll oder eine offengelegte Kommunikationsschnittstelle. So kann PAUL beispielsweise die Informationen des SensFloor verarbeiten und diese bei der Erkennung von Situationen der Hilflosigkeit berücksichtigen.

 


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